Produktbeschreibung
"Wilhelm Lehmbruck Bronzeskulptur - Die Kniende (1911) - signiert"
Gewicht | 60 kg |
Bronzeskulptur von 1911 – "Die Kniende" - Wilhelm Lehmbruck – Signiert W. Lehmbruck
Mit der Skulptur "Die Kniende" aus dem Jahr 1911 schuf Wilhelm Lehmbruck eines seiner zentralen Werke, das in seiner stillen Eindringlichkeit und inneren Tiefe bis heute zu den bedeutendsten Leistungen moderner Plastik zählt. Die in Bronze ausgeführte Figur zeigt eine unbekleidete Frau in kniender Haltung, den Oberkörper leicht nach vorn geneigt, den Blick gesenkt, eine Hand an der Brust, die andere das drapierte Tuch um ihr Bein umfassend. Es ist ein Moment der Sammlung, des Innehaltens – eine Geste zwischen Bewegung und Erstarrung, die sich nicht auf das Sichtbare, sondern auf das Spürbare richtet. Diese Skulptur, die heute im renommierten Leopold Museum in Wien aufbewahrt wird, ist kein Porträt im klassischen Sinn, sondern eine Manifestation innerer Zustände, ein Abbild seelischer Wahrhaftigkeit, die durch die Form hindurchstrahlt.
Wilhelm Lehmbruck – Der Bildhauer des Empfindens
Wilhelm Lehmbruck wurde am 4. Januar 1881 in Meiderich bei Duisburg geboren und entwickelte sich zu einem der sensibelsten und bedeutendsten Bildhauer der europäischen Moderne. Nach seiner Ausbildung an der Kunstakademie Düsseldorf war es vor allem sein Aufenthalt in Paris, der ihn prägte. Dort stand er in engem Austausch mit den Bildhauern der Avantgarde, doch anstatt sich der Lautstärke des Zeitgeistes hinzugeben, wählte Lehmbruck einen introspektiven Weg. Seine Werke sind geprägt von einem tiefen Humanismus, von der Suche nach seelischer Form und einer fast mystischen Innerlichkeit. Er lehnte die übersteigerte Körperlichkeit des Akademismus ebenso ab wie die Effekthascherei des modernen Spektakels. Lehmbruck interessierte sich für das Menschliche, nicht für das Heroische. Seine Figuren sind nie triumphierend, sondern lauschend, zweifelnd, suchend. Am 25. März 1919 nahm er sich in Berlin das Leben. Ein leiser Abschied, wie auch seine Werke leise, aber unauslöschlich wirken.
Die Kniende – Eine Skulptur des Übergangs
"Die Kniende" entstand 1911 in einer Phase künstlerischer Neuorientierung, als Lehmbruck sich vom Naturalismus löste und eine eigene moderne Formensprache entwickelte. Die verlängerten Proportionen, die schlichte Reduktion der Details, die Hinwendung zum Inneren – all dies manifestiert sich in dieser einen Figur. "Die Kniende" ist keine Allegorie, keine Darstellung eines Mythos, sondern ein geistiger Zustand in Gestalt. Sie kniet nicht aus Demut, sondern aus Sammlung. Ihre Körperhaltung ist keine Unterwerfung, sondern ein Ausdruck stiller Kraft. Ihre Nacktheit ist nicht erotisch, sondern natürlich – eine Form der Offenheit gegenüber dem Sein. Gerade durch ihre Reduktion wird die Figur zum Spiegel für die Betrachtenden. Sie zeigt nicht sich, sondern ruft uns auf, nach innen zu sehen.
Bronze als lebendiges Material
Die Bronzeoberfläche dieser Skulptur ist fein moduliert, mit einer dunklen Patina versehen, die ihre ruhige Präsenz noch unterstreicht. Licht und Schatten bewegen sich sanft über ihre Konturen und lassen die Figur wie atmend erscheinen. Die Textur des Tuchs, das sich um ihr rechtes Bein schmiegt, steht in feinem Kontrast zur Glätte der Haut, wodurch ein spannungsreicher Rhythmus entsteht. Der Körper selbst ist weder idealisiert noch individualisiert – er wirkt archetypisch, fast zeitlos. Gerade darin liegt die Wirkung dieser Bronze: Sie ist Form gewordene Empfindung. Keine Pose, sondern ein Zustand. Keine Oberfläche, sondern Tiefe.
Ein Ort der Würde – zwischen Natur und Skulptur
"Die Kniende" ist nicht nur ein Meisterwerk der modernen Skulptur, sondern auch ein herausragendes Beispiel für gartentaugliche Kunst. Als Gartenskulptur entfaltet sie inmitten natürlicher Umgebung eine besonders eindrucksvolle Wirkung. Ihre kontemplative Haltung steht in spannendem Dialog zu Bäumen, Gras und Licht – sie scheint nicht in der Natur zu stehen, sondern in ihr zu ruhen. Als Gartenstatue bringt sie Stille und Tiefe in jedes Außenareal. Sie eignet sich ideal als Gartendeko, die nicht dekorativ, sondern bedeutungsvoll ist. In einer Zeit, in der modernen Gartendeko oft schnelllebigen Trends folgt, setzt Lehmbrucks Werk einen bleibenden Kontrapunkt. Diese Figur ist mehr als Zier – sie ist eine Einladung zur Einkehr. Unter den Gartendeko Figuren, die künstlerisch anspruchsvoll und zugleich meditativ wirken, gehört sie zweifellos zu den erhabensten.
Ein Vermächtnis moderner Spiritualität
"Die Kniende" ist ein Werk, das nicht laut werden muss, um zu sprechen. Sie ist eine Skulptur, die den Betrachtenden nicht überrumpelt, sondern still begleitet. Sie steht für einen neuen Typus des Menschenbildes – nicht mehr monumental, nicht mehr machtvoll, sondern empfindsam, zurückgenommen, wahrhaftig. Wilhelm Lehmbrucks Vision war die einer Kunst, die das Innerste des Menschen sichtbar macht. Mit dieser Skulptur hat er sie verwirklicht – ein Werk, das über Epochen hinausreicht und die Sprache des Empfindens spricht. In Museen wie dem Leopold Museum in Wien, in Gärten der Stille, in Räumen der Kontemplation – überall dort, wo diese Figur steht, wird sie nicht nur gesehen, sondern gespürt. Lehmbrucks Kniende ist nicht nur eine Skulptur – sie ist ein innerer Zustand. Und ein Denkmal für die Menschlichkeit.
Höhe: 120 cm
Breite: 90 cm
Tiefe: 50 cm
Gewicht: 50 kg
100% Bronze
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